Sa, 22. Aug 2026, 14:30–16:00

Adversarial Acts: Subversive Artistic Practices with AI

Workshop mit Bruce Eesly
Workshop
Endangered Gestures, 2026, Videostill, 5 Min. © Bruce Eesly

Mit Bruce Eesly . Künstler 

Sprache Englisch 

Teilnehmende max. 10, ab 16 Jahren 

Teilnahme kostenfrei mit Ausstellungsticket (15/8 Euro)

 

Begrenzte Plätze Bitte meldet Euch bis zum 7. Aug via events@co-berlin.org an, inkl. 2–3 Sätze über Euch und warum Ihr am Workshop teilnehmen möchtet. Die Rückmeldung folgt bis zum 14. Aug.

 

Wir kennen KI vor allem als ein Werkzeug im Dienst bestehender Machtstrukturen. Die Technologie basiert auf der Aneignung kreativer und künstlerischer Arbeiten sowie auf der Ausbeutung von Click-Arbeiter:innen und dem Abbau seltener Rohstoffe. Sie ermöglicht Massenüberwachung, automatisierte Kriegsführung und Desinformation und schreibt bestehende Ideologien und Ungleichheiten in ihre Modelle ein.

Dieser Lecture-Workshop fragt, ob es Alternativen zu dieser Entwicklung gibt und ob ein kritischer, entschleunigter Umgang mit der Technologie möglich ist. Nach einer kurzen Übung zu Datenannotation und Verzerrungen (Bias) beschäftigen sich die Teilnehmenden mit Künstler:innen und Forscher:innen, die KI verweigern, sabotieren oder zweckentfremden, eigene Infrastrukturen aufbauen und die Technologie nutzen, um sichtbar zu machen, was sonst verborgen bleiben soll. Zum Abschluss wird die Frage an die Gruppe zurückgegeben: Was machen wir angesichts all dessen eigentlich mit KI?

Der Lecture-Workshop richtet sich an Künstler:innen, Forscher:innen und Kreative, die sich für das subversive Potenzial von KI in ihrer eigenen Praxis interessieren. Detaillierte technische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich; hilfreich ist jedoch ein grundlegendes Verständnis der Technologie.

Bruce Eesly ist ein in Berlin lebender bildender Künstler. In seiner Arbeit mit Fotografie, Archiven und generativen Bildgebungstechnologien untersucht er, wie fotografische Bilder, Klassifizierungssysteme und technologische Infrastrukturen unser Verständnis der Realität prägen. Seine Arbeiten wurden international unter anderem bei den Rencontres d’Arles (FR), im Hangar Photo Art Center (BE) und im Hebbel am Ufer (DE) ausgestellt. Eesly wurde zum Foam Talent ernannt und 2026 für sein Werk Endangered Gestures beim Prix Ars Electronica ausgezeichnet.