Annie Leibovitz

American Music
14. Januar 2006 bis 02. April 2006
© Marc Volk
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Ist es eigentlich möglich, in einem Raum Iggy Pop, Eminem, Mary J. Blige, Beck, Johnny Cash und The White Stripes zu sehen, wenn nicht gerade die Grammies verliehen werden oder mancher Star von den Toten aufersteht? Dank Annie Leibovitz und ihrer Fotografieserie „American Music“ schon. Die Fotografien gewähren einen direkten, ruhigen und persönlichen Blick auf die großen Musiker der USA. Erstmals widmet sich die international renommierten Fotografin Annie Leibovitz ausschließlich einem Thema – der Darstellung amerikanischer Musik in all ihrer Kraft und all ihren Spielarten. Sie porträtiert nicht nur die Musiker ihres Landes, sondern vermag es, deren Musik und Leidenschaft, Stil und Besonderheit in ihren Fotografien aufleben zu lassen. Indem Leibovitz das Gegenüber beobachtet, dessen Körper inmitten von leidenschaftlicher, physischer Aktion, erreicht sie ihr Objekt ohne fremde Künstlichkeit fern jeder typischen Bühnenfotografie. Stars wie The Roots porträtiert sie an einer Straßenecke in New York mit Freunden beim Rappen, The White Stripes als skurrile Zirkusartisten, Johnny Cash in einem melancholischen Einklang mit seiner Frau. Gleichzeitig entsteht so das Panorama eines Landes, dessen Gesellschaft von Musik tief geprägt ist und in dem ein Leben mit Musik eine wichtige Rolle spielt. Ob Musiker auf der Straße, Stars im Studio oder Menschen die Musik hören – Leibovitz’ Fotografien offenbaren eindrücklich die kommunikative Wirkung von Musik. Ihre Bilder sind spürbar vom Blues, Rock und Soul beseelt.