Queerness in Photography

17. Sep 2022 – 21. Jan 2023
Portrait eines Mannes mit rotem Lippenstift und pinken Fingernägeln
Photobooth. Man in make-up wearing a woman’s ring, United States, ca. 1920, gelatin silver print with colour retouching. Collection Sébastien Lifshitz

C/O Berlin präsentiert in drei komplementären Ausstellungen die Darstellung von Identität, Gender und sexueller Orientierung und verortet diese innerhalb der Fotografie.Im Gegensatz zu anderen Medien stellt die Fotografie sexuelle Orientierung und Identität nicht nur dar, sondern trägt wesentlich zu ihrer gesellschaftspolitischen Determinierung bei. Denn seit seiner Erfindung im Jahr 1839 dient das Medium auch dazu, Menschen visuell zu kategorisieren. Dabei wollen die drei Ausstellungen ein vielschichtiges, visuelles Panorama von queerer Fotografie feiern.

Under Cover . A Secret History of Cross Dressing zeigt die von dem französischen Regisseur und Drehbuchautor Sébastien Lifshitz über mehrere Jahrzehnte zusammengetragene Sammlung, die einen Einblick in die Tradition des Cross Dressings zwischen 1880 und dem Ende des 20. Jahrhunderts gibt. Die Ausstellung kontextualisiert das subversiv-visuelle Spiel mit Geschlechterrollen als historisches Phänomen. Die Ausstellung wurde produziert von Recontres d‘Arles.

In Cindy Sherman . Performance and Casa Susanna interpretiert die wohl berühmteste Verkleidungskünstlerin der Welt auf spielerische Art Geschlechteridentitäten und deren Fluidität. Was passiert, wenn sich eine weibliche Künstlerin als homosexuelle Drag Queen inszeniert? Anhand von Archivmaterialien aus den 1960er- und 1970er-Jahren, die sich sowohl in ihrer eigenen als auch in der Sammlung Lifshitz befinden, nimmt sie Bezug auf kollektive Gender-Fragen.

Bereits 1992 spielte die Schauspielerin Tilda Swinton in dem preisgekrönten Film Orlando, der auf einem Roman von Virginia Woolf basiert, die Gender-nonkonforme Hauptrolle. Nun kuratiert sie anhand der Buch- und Filmvorlage für C/O Berlin eine Ausstellung mit elf zeitgenössischen fotografisch-künstlerischen Positionen. So hat sie Arbeiten von Zackary Drucker, Lynn Hershman Leeson, Paul Mpagi Sepuya, Jamal Nxedlana, Elle Pérez, Walter Pfeiffer, Sally Potter, Viviane Sassen, Collier Schorr, Mickalene Thomas und Carmen Winant zu einer aktuellen Lesart von Queerness und Genderfluidität zusammengestellt. Die Ausstellung wurde produziert von Aperture.

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