Sa, 1. Feb 2025, 18:00–19:00

Artist Tour

A World in Common . Contemporary African Photography
Sonderführungen
Délio Jasse, The Lost Chapter: Nampula, 1963, 2015 © Délio Jasse and Tiwani Contemporary

Mit den Künstler:innen Malala Andrialavidrazana, Edson Chagas, Maïmouna Guerresi, Délio Jasse und Mário Macilau / Osei Bonsu .  Kurator, Tate Modern / Cale Garrido . Gastkuratorin 
 

Sprache Englisch

Tickets 12/6 Euro (inkl. Ausstellung)

Ausverkauft! Restkarten ggf. an der Abendkasse. 

Inspiriert von dem kulturellen Reichtum Afrikas und seiner aktuellen soziopolitischen Landschaft bezieht sich die Ausstellung auf die Philosophie des kamerunischen Denkers Achille Mbembe, der uns dazu aufruft, eine „gemeinsame Welt“ zu imagi­nieren, indem wir „die Welt von Afrika aus denken“. Die Werke der Ausstellung hinter­fragen das westlich geprägte Weltbild und erkunden alternative Geschichtserzählun­gen, die tief in den vielfältigen Erfahrungen, Philosophien und Wissenssystemen des afrikanischen Kontinents verwurzelt sind.

Begleiten Sie die anwesenden Künstler:innen und die Kurator:innen Osei Bonsu und Cale Garrido bei einer exklusiven Führung durch die Ausstellung. Erhalten Sie einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Kapitel der Ausstellung und erfahren Sie aus erster Hand über die Entstehungsgeschichten sowie die Hintergründe ihrer Werke und Serien.

Malala Andrialavidrazana (*1971, Madagaskar) ist eine bildende Künstlerin, bekannt für ihre multidisziplinären Werke, die Fotografie, Kartografie und Collage vereinen. Ihre Arbeiten erforschen kulturelle Identitäten, globale Verbindungen und koloniale Geschichte, oft mit einem poetischen Ansatz. Mit ihrer international ausgestellten Kunst schafft sie einen Dialog über Grenzen hinweg und hinterfragt soziale Strukturen und Machtverhältnisse.

Edson Chagas (*1977, Angola) ist ein Fotograf, der für seine konzeptuellen Arbeiten bekannt ist, die sich mit Themen wie Identität, Konsum und urbanem Leben auseinandersetzen. Seine Werke, oft in Serien präsentiert, verbinden Minimalismus mit tiefgründigen gesellschaftlichen Fragen. Internationale Anerkennung erhielt er durch die Biennale von Venedig, wo er Angola zum ersten Goldenen Löwen verhalf.

Maïmouna Guerresi (*1951, Italien) ist eine italienisch-senegalesische Künstlerin, bekannt für ihre kraftvollen Fotografien, Skulpturen und Installationen, die Spiritualität, kulturelle Identität und weibliche Stärke thematisieren. Ihre Werke, oft inspiriert von Sufi-Mystik und afrikanischer Tradition, schaffen poetische und visuell eindrucksvolle Narrative, die universelle menschliche Verbindungen betonen. Sie wird international ausgestellt und geschätzt.

Délio Jasse (*1980, Angola) ist ein Künstler, der sich auf Fotografie spezialisiert hat und für seine experimentellen Techniken bekannt ist, darunter die Verwendung von Archivmaterial und alten Druckverfahren. Seine Arbeiten erkunden Themen wie Erinnerung, Migration und koloniale Geschichte und verbinden Vergangenheit und Gegenwart auf eindrucksvolle Weise. Seine Werke wurden international ausgestellt und gewürdigt.

Mário Macilau (*1984, Mosambik) ist ein multidisziplinärer Künstler und Aktivist, der für seine Fotografien bekannt ist, die sich mit Identität, Migration und sozialen Fragen auseinandersetzen. Seine Arbeiten sind eng mit marginalisierten Gemeinschaften verbunden und zeigen die menschliche Situation durch Porträts auf. Macilau hat international ausgestellt, unter anderem auf der Biennale von Dakar, der Cape Town Art Fair und der Biennale von Venedig. Seine langfristigen Projekte konzentrieren sich auf die Überschneidung von Mensch und Umwelt, und er ist eine Schlüsselfigur in der zeitgenössischen Kunstszene Mosambiks.

Osei Bonsu ist ein britisch-ghanaischer Kurator und Autor, der in London und Paris lebt. Derzeit ist er Kurator für internationale Kunst an der Tate Modern, wo er für die Organisation von Ausstellungen, die Entwicklung der Museumssammlung und die Ausweitung der Repräsentation von Künstlern aus Afrika und der afrikanischen Diaspora verantwortlich ist. Als führender Kurator für zeitgenössische Kunst hat er Museen, Kunstmessen und Privatsammlungen auf internationaler Ebene beraten und aufstrebende Künstler über seine digitale Plattform Creative Africa Network betreut. 

Cale Garrido ist freie Kuratorin, Autorin und Fotoredakteurin, die sich auf zeitgenössische Fotografie spezialisiert. Derzeit ist sie Gastkuratorin bei C/O Berlin (A World in Common) und Kuratorin der 9. Triennale der Photographie Hamburg 2026. Ihre Arbeit umfasst Ausstellungen, Publikationen und Filmprogramme, wobei ihr Hauptaugenmerk auf sozialen und ökologischen Themen liegt. Zusätzlich lehrt Garrido als Gastdozentin an der Universität Hannover sowie an der Ostkreuzschule für Fotografie in Berlin.