Mi, 19. Okt 2022, 18:30–20:00

Queerness within/without the Archive

Panel Discussion
Jonelle Twum © Corrado Di Lorenzo
Mit

Katja Koblitz . Spinnboden Lesbian Archive and Library

E-J Scott . Museum of Transology


Jonelle Twum . Black Archives Sweden
 

Moderation

Renaud Chantraine . LGBTQI Archives Collective in Paris

Ticket

Freier Eintritt mit einem Ausstellungsticket für Queerness in Photography, ungeachtet der Tagesgültigkeit.

Tickets ggf. an der Abendkasse bei C/O Berlin

Wodurch wird ein Archiv zu einem queeren Archiv? Wie nutzen queere Menschen Archive, und wie nutzen Archive uns? Lässt sich jedes Archiv queeren, und, falls ja, kann man definieren, was seine Queerness ausmacht? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich die Podiumsdiskussion.

Renaud Chantraine studierte Kunstgeschichte und Museumswissenschaft an der École du Louvre und promovierte in Anthropologie an der Pariser Hochschule für Sozialwissenschaften EHESS. Ausgehend von seinen Erfahrungen im Aktivismus (Collectif Archives LGBTQI in Paris, Mémoire des sexualités in Marseille) und Institutionen (Mucem), beschäftigt er sich in seiner Forschung mit der Tradierung von LGBTQIA+ Erinnerungen und dem Kampf gegen HIV/Aids.

Katja Koblitz ist Historikerin und Leiterin der Einrichtung Spinnboden Lesbenarchiv und Bibliothek Berlin, wo sie für die umfangreichste europäische Sammlung zum lesbischen Leben verantwortlich ist. Der Spinnboden entstand als „Archiv von unten“ aus der Lesbenbewegung der 1970er, um deren ansonsten unterdrückte Geschichte zu bewahren. Das inklusive Projekt hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit und für Frauen, Lesben und queere Menschen bündnisorientiert, intersektional und diskriminierungssensibel zu agieren.

E-J Scott hat sich als Kurator auf inklusive ko-kuratorische Praktiken spezialisiert, mit denen er Communitys einbezieht, die in Museen und sonstigen Ausstellungsräumen historisch marginalisiert oder falsch dargestellt werden. Zu seinen kuratorischen Projekten zur queeren Tradition gehören das Museum of Transology, DUCKIE’s Vintage Clubbing Series, West Yorkshire Queer Stories und das jährliche Festival Queer and Now in der Tate.

Jonelle Twum ist die Gründerin und künstlerische Leiterin von Black Archives Sweden, einem Archiv für die Erfahrungen und Erzählungen von Afro-Schweden:innen und Schwarzen Menschen in Schweden. Gestützt auf eine queerfeministische und diasporische Perspektive, versteht Black Archives Sweden das Archiv als Stätte von Unsichtbarkeit und Auslöschung, aber auch als einen Ort, der anderen Vorstellungen, Realitäten, Geschichten und Zukunftsentwürfen Raum bietet.

 

Teil der Veranstaltungsreihe Utopia/Dystopia, kuratiert von Todd & Zoya. für C/O Berlin im Rahmen der Ausstellung Queerness in Photography.

Ermöglicht durch