James Higginson

Portraits of Violence
12. September 2003 bis 02. November 2003
© Thomas Ernst
© Thomas Ernst
© Thomas Ernst
© Thomas Ernst
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Opfer/Täter, Aktion/Reaktion, Vorbilder, Verhaltensmuster, Gesellschaft, Medien, Familie, Tabuisierung – in seinem Zyklus Portraits of Violence visualisiert der amerikanische Multimediakünstler James Higginson Formen häuslicher Gewalt und arbeitet zahlreiche Aspekte und Bestandteile heraus, die das Phänomen Gewalt ausmachen. Die großformatigen, farbintensiven Fotogeschichten „Portraits of Violence“ untersuchen Gewalt als Teil zeitgenössicher Kultur. Sie bieten einen narrativen, kurzen Einblick – quasi ein Standbild – in die zwischenmenschliche, alltägliche Dynamik. Subversiv und bewusst werden Schönheit und Style mit Hollywood-Filmästhetik in den Fotografieserie von Higginson inszeniert, um den Betrachter zu irritieren, ihn mit Mitteln der Kunst mit dem Thema Gewalt zu konfrontieren sowie gewohnte Sichtweisen auf ein unausgesprochenes Thema der heutigen Gesellschaft aufzubrechen.

C/O Berlin nahm die Ausstellung „Portraits of Violence“ zum Anlaß, in einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm das Phänomen der häuslichen Gewalt zur Diskussion zu stellen. Die von C/O Berlin organisierten Veranstaltungen thematisieren zwei zentrale Aspekte – die Auseinandersetzung mit Gewalt in der zeitgenössischen Kunst sowie den Umgang der Gesellschaft und der Medien mit dem Phänomen häuslicher Gewalt.